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September 2017
Kategorie: Garant

Innovativ in die Zukunft!


Rieste. Die Kotte-Gruppe hat ihr 125-jähriges Jubiläum gefeiert und im Rahmen eines Festaktes Rück- und Ausblick gehalten. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies attestierte dem Familienbetrieb, sich ständig weiterentwickelt zu haben und zukunftsweisend aufgestellt zu sein. Die Digitalisierung spiele dabei eine wichtige Rolle. Außerdem lobte der Minister die Kooperationen mit der Wissenschaft.

 

Landrat Dr. Michael Lübbersmann betonte, Kotte verfüge über eine enorme Leistungskraft. Der Marktführer sei stärker denn je. Eine solche Erfolgsgeschichte könne nur geschrieben werden, wenn ein Unternehmen innovativ sei, sich immer wieder neu erfinde und eng am Puls der Zeit arbeite. „Bei Kotte wird Zukunft gedacht“, so Dr. Lübbersmann, das zeige das Unternehmen auch immer wieder auf der Agritechnica.

 

Rainer Spiering, Abgeordneter des Deutschen Bundestags (SPD), lobte Kottes Engagement bei der Entwicklung von Lösungen zur ressourcenschonenden Ausbringung von Wirtschaftsdünger. Hierbei werde die Digitalisierung auch künftig unterstützen.

 

In einer Podiumsdiskussion unterstrichen dies auch Dr. Frank Lorenz (LUFA Nord-West) und Gerd Dettmer (Dettmer Agrarservice). Schon heute sei das „smart farming“ nicht mehr wegzudenken. Es sei dazu aber künftig eine noch bessere Mobilfunkabdeckung gerade im ländlichen Bereich erforderlich.

 

Eines der Erfolgsrezepte seines Unternehmens sei die enge Zusammenarbeit mit den Kunden, erläuterte Geschäftsführer Dr. Stefan Kotte. Viele Entwicklungen seien aus Kundenideen entstanden. Kotte setze auf intensiven Kundenkontakt. Der Geschäftsführer dankte Kunden und Mitarbeitern für die langjährige Treue, die sie auch in zeitweise kritischeren Zeiten bewiesen hätten.

 

Moderne Landtechnik

 

Der Familienbetrieb aus dem niedersächsischen Rieste steht heute für moderne Landtechnik, Landmaschinenhandel sowie Produktion und Vertrieb von Techniken zur Ausbringung und zum Transport von flüssigen Wirtschaftsdüngern. Kotte hat sich weit über die Region hinaus einen Namen gemacht und ist mehrfach ausgezeichnet worden. So erhielt der Landmaschinenhandel für seinen leistungsstarken kundenorientierten Service den Agrartechnik Service Award 2016.

 

Die Anfänge von Kotte liegen im Jahr 1892. Damals gründete der Böttchermeister Josef Kotte gemeinsam mit drei Mitarbeitern in Rieste einen kleinen Betrieb, der zunächst Jauchefässer, Lebensmittelbehälter und Waschbottiche herstellte. Der Handel sowie die Produktion von landwirtschaftlichen Geräten wurden dann nach der Firmenübernahme durch August Kotte (1935) intensiviert. Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs musste die Produktion auf Rüstungsgüter umgestellt werden. 1960 trat Hans Kotte, Ingenieur und Enkel des Firmengründers, in das Unternehmen ein. Mit ihm kam ein weiterer Wachstumsschub. 1967 wurde der erste Güllewagen hergestellt, 1982 die erste Produktionshalle für Gülletechnik errichtet. Drei Jahre später folgte eine weitere.

 

1998 übernahm Dr. Stefan Kotte (Urenkel des Gründers) die Geschäftsleitung. Die Erfolgsgeschichte nahm weiter Fahrt auf. Innovation und Expansion gingen Hand in Hand. 2002 wurde eine neue Produktionshalle mit einer Fläche von 2.250 Quadratmetern gebaut, so dass die Gesamthallenfläche im Werk 2 auf 6.750 Quadratmeter stieg. Das Wachstum ging weiter: Kotte errichtet 2010 eine Produktionshalle in Werk 2 mit einer Hallenfläche von 2.600 Quadratmetern, sodass die Gesamthallenfläche hier auf 9.350 Quadratmeter zunahm. Ein Jahr später folgte der vollständige Umzug vom Standort Werk 1 zum neuen Standort Werk 2. 2013 wurde ein neues Büro- und Verwaltungsgebäude an der Malgartener Straße fertiggestellt.

 

Die Expansion spiegelt sich auch im steigenden Umsatz wieder. Der Familienbetrieb in vierter Generation erzielte 2014 einen Rekordumsatz von rund 45 Millionen Euro. Davon entfielen 35 Millionen Euro auf die Gülletechnik und zehn Millionen Euro auf den Landmaschinenhandel. Produziert wurden im Rekordjahr rund 600 Güllewagen. Der Exportanteil betrug rund 15 Prozent und soll noch ausgebaut werden. Rund ein Drittel des Auslandsgeschäfts entfällt auf Westeuropa (Niederlande, Österreich und die Schweiz), der Rest vorwiegend auf Osteuropa.

 

65 Jahre Landmaschinenhandel

 

Als einer der größten Landmaschinenhändler im nördlichen Westfalen und südlichen Niedersachsen vertreibt Kotte Landtechnik bereits seit 1952 neue und gebrauchte Landmaschinen verschiedener Partner, darunter CASE, Pöttinger, Berti und Mayer Siloking. Als Case IH-Partner bietet das Unternehmen in der Region neben dem gesamten Case IH-Traktorenprogramm auch den umfangreichen Case IH-Service mit Werkstatt, Ersatzteillager und Ausstellung am Standort Rieste an.

 

50 Jahre Gülletechnik - Einziger Komplettanbieter für Gülle- und Transporttechnik

 

Seit 1967 produziert Kotte Gülletechnik und hat sich zum führenden deutschen Hersteller und einzigen Komplettanbieter für Gülle- und Transporttechnik entwickelt. Die Erfolgsgeschichte begann vor 50 Jahren mit dem ersten Trabant-Güllewagen (1985 Umbenennung in Garant) mit einem Fassungsvermögen von 2.000 Litern.

2003 konnte Kotte den ersten Güllewagen in Aluminium-Leichtbauweise auf der Agritechnica, der weltweit größten Landtechnikmesse in Hannover, präsentieren. Er fand großen Zuspruch. 2007 folgte der erste Schwanenhals-Güllewagen für den Claas Xerion.

 

Zahlreiche Auszeichnungen für Garant

 

Die Gülletechnik entwickelte sich rasant weiter und Kotte war immer innovativ unterwegs. Das zeigt sich auch in den Jahren 2007 bis 2009 sehr deutlich, als das Unternehmen mit mehreren Auszeichnungen bedacht wurde: 2007 gab es die DLG-Silbermedaille für das elektrohydraulische Lenksystem MultiSteeringSystem (MSS), 2009 den Preis der Agrar- und Ernährungswirtschaft in der Kategorie "Innovation" für die Kooperation bei der Entwicklung des MSS. Im selben Jahr präsentierte Kotte den ersten Vierachs-Güllewagen und einen Edelstahl-Güllewagen auf der Agritechnica und erhielt dort die DLG-Silbermedaille für das Füllstands- und Durchflussmengenmesssystem iTANK. Es folgte eine DLG-Silbermedaille für das Durchflussdiagnosesystem FlowCheck (2013). 2013 stellt Kotte auch den ersten Duoliner (Kombitrailer für Fest- und Flüssigstoffe) auf der Agritechnica vor. Neu ist zu dem Zeitpunkt auch eine mobile Nährstoff-Messstation, die die Nährstoffanteile der Gülle online ermittelt.

 

Umfassendes Produktspektrum und individuelle Lösungen

 

Das Produktspektrum ist im Laufe der 50-jährigen Geschichte ständig erweitert worden: Vom Einachs- bis zum Vierachsgüllewagen mit einem Volumen von 32 Kubikmetern und dem leistungsstarken Gülle-Selbstfahrer Taurus 2803 ist alles dabei.  Je nach Wunsch sind die Fässer aus Stahl, Edelstahl oder GFK erhältlich. Kotte passt die Güllebehälter, die Befüll- und Ausbringtechnik sowie die weitere Ausstattung speziell an die Kundenwünsche und Bedürfnisse an.

 

Das gilt auch für die Transport- und die Einarbeitungstechnik. Sie wird spezifisch an jeden Güllewagen angepasst, sodass die Kunden mit einem perfekt funktionierenden Gesamtsystem arbeiten können. Von der Fahrerkabine aus können mit intelligenten Bedienterminals alle hydraulischen Funktionen der Güllewagen und Ausbringtechnik gesteuert werden. Mehr noch: Mit der SmartControl for iPad-App werden alle gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentationspflichten automatisch erfüllt.

 

Agritechnica 2017

 

Vom 12. bis 18. November 2017 präsentiert Kotte aktuelle Neuheiten und bewährte Produkte auf der Agritechnica, der Weltleitmesse für Landtechnik (Halle 23, Stand A04). Kotte hat sich mit praxisgerechter Applikationstechnik, schlagkräftigen Transporttechnik-Lösungen sowie innovativen Nährstoffanalyse- und Datenmanagementsystemen bereits auf die vom Bundesrat verabschiedete Fassung der neuen Düngegesetzgebung vorbereitet. Diese führt in den nächsten Jahren zu weitreichenden Änderungen bei der Ausbringung von Wirtschaftsdüngern. So darf ab dem 1. Februar 2020 Gülle auf bestelltem Ackerland nur noch streifenförmig (zum Beispiel durch Schleppschlauch oder Schleppschuh) aufgebracht oder direkt in den Boden eingearbeitet werden. Ab dem 1. Februar 2025 gelten diese Regelungen dann auch für Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigen Feldfutterbau. Die Riester bieten hier passende Lösungen.

 

Außerdem wird der Marktführer für Gülletechnik auch in diesem Jahr hilfreiche Lösungen im Bereich Datenmanagement vorstellen. Kotte erfüllt damit die zunehmenden Anforderungen, die sich im Bereich der Digitalisierung im Stall und auf dem Acker ergeben.

 

Zahlen, Daten, Fakten

 

Das erfolgreiche Wachstum der Kotte-Gruppe lässt sich gut an den aktuellen Zahlen ablesen. Im Jubiläumsjahr beschäftigt das Unternehmen rund 125 Mitarbeiter, davon 13 Auszubildende. Der Umsatz stieg von 31 Millionen Euro im Jahr 2011 auf 45 Millionen im bisher erfolgreichsten Jahr 2014 und betrug in den Folgejahren 40 Millionen (2015) und 37 Millionen (2016). Im Bereich Gülletechnik wurden im Jahr 2016 450 Fahrzeuge hergestellt (2014 waren es 550, 2015 lag die Zahl bei 500).